Schlüsseldienst Werkzeug für die Türöffnung, 20 Techniken
Das Wichtigste in Kürze
- 20 Techniken. Ich öffne zugefallene, abgeschlossene und defekte Türen mit jeweils eigenem Spezialwerkzeug aus insgesamt 20 Techniken, vom Fallendraht bis zur Glassäge.
- Zugefallene Türen. Bei zugefallenen Türen komme ich etwa mit Türöffnungskarte oder Spiralöffner meist schadenfrei rein.
- Abgeschlossene Türen. Bei abgeschlossenen Türen weicht meist der Schließzylinder, etwa per Knackrohr, Ziehglocke oder Fräsen.
- Festpreis 99 Euro. Der Festpreis von 99 Euro gilt unabhängig davon, welches Werkzeug ich einsetze und wie lange die Öffnung dauert.
Ausgesperrt ist nicht gleich ausgesperrt. Eine Tür, die nur zugefallen ist, eine Tür, die abgeschlossen wurde, und eine Tür mit einem defekten Schloss verlangen jede ihr eigenes Werkzeug. Ich fahre deshalb mit einem ganzen Rucksack voller Türöffnungswerkzeug zu Ihnen und wähle vor Ort, was zu Ihrer Tür passt.
Hier zeige ich, welches Werkzeug ich in welchem Fall einsetze und warum. Der Festpreis von 99 Euro deckt alle drei Fälle gleich ab, unabhängig davon, wie lange die Öffnung dauert oder wie viele Anläufe sie braucht. Woher dieses Werkzeug und die Handgriffe dazu kommen, steht auf meiner Seite über mich.

Türöffnungswerkzeug im Überblick
Die Tabelle nennt zu jeder Technik, für welche Tür sie gedacht ist und was danach zurückbleibt. Das grüne Symbol steht für Fälle, in denen nichts beschädigt oder ersetzt wird, das orange Symbol dafür, dass ein Bauteil ersetzt wird oder eine kleine Öffnung entsteht.
| Technik | Geeignet für | Danach |
|---|---|---|
| Fallendraht | Zugefallene Tür | Die Falle wird schadenfrei aus dem Schließblech gedrückt. |
| Türöffnungskarte | Zugefallene Tür, auch Doppelfalz | Ohne Kratzer, nichts bleibt zurück. |
| Türfallengleiter und Spachtelgleiter | Zugefallene Einfachfalztür | Die Tür wird nicht beschädigt. |
| Spiralöffner | Zugefallene Tür mit abstehender Dichtung | Die Dichtung wird durchstochen. |
| Türklinkenangel | Zugefallene Tür mit engem Seitenspalt und Spalt unten | Ganz ohne Schaden. |
| Türspiondrücker | Zugefallene Tür mit Türspion | Der Spion wird ausgebaut und wieder eingesetzt, ohne Spion wird eine Öffnung gebohrt. |
| Beschlagheber | Zugefallene Tür mit festem Beschlag | Der Beschlag wird angehoben, im Notfall abgerissen und ersetzt. |
| Paniktüröffner, Fallenzieher, Fluchttürkarte | Nach außen öffnende Tür mit gedrehter Falle | Die Falle wird sauber zurückgeschoben. |
| Knackrohr | Abgeschlossene Tür mit Doppelzylinder, der übersteht | Der Zylinder wird ersetzt. |
| Ziehglocke | Abgeschlossene Tür | Der Zylinder wird ersetzt, eine Spur am Beschlag ist möglich. |
| Fräsen | Abgeschlossene Tür mit Sicherheitszylinder | Nur der Zylinder wird ersetzt. |
| Schlosskastenbohrung | Schloss, an dem andere Methoden scheitern | Eine kleine Öffnung unter dem Beschlag. |
| Zerstörungsfrei öffnen | Buntbart-, Hebel- und Stiftzylinderschloss | Das Schloss bleibt unversehrt. |
| Schlagtechnik | Einfacher Stiftzylinder | Der Zylinder bleibt unbeschädigt. |
| Fallen- und Riegelbruch | Defektes Schloss | Das Schloss wird erneuert. |
| Multiöffner | Defekte Tür, besonders Kunststoff | Die Tür wird nur abgespreizt. |
| Türbänder durchtrennen | Schloss nicht mehr erreichbar | Die Bänder werden erneuert. |
| Über das Fenster | Gekipptes Fenster oder schräger Griff | Scheibe, Griff und Rahmen bleiben unversehrt. |
| Zapfenzieher | Geschlossenes Kunststofffenster | Nichts wird beschädigt. |
| Glassäge mit Olivenknackrohr | Fenster mit abschließbarem Griff | Ein oder zwei Löcher im Glas, danach verschlossen. |
Erst prüfen, dann öffnen
Bevor ich ein Werkzeug auswähle, prüfe ich mit dem Fallendraht drei Dinge. Das ist meine allererste Handlung vor Ort, denn die Angaben am Telefon sind erfahrungsgemäß nicht verlässlich.
- Einfach- oder Doppelfalz. Die Falzart entscheidet, welches Werkzeug in den Türspalt passt.
- Abgeschlossen oder nur zugefallen. Ist der Riegel ausgefahren, brauche ich einen anderen Weg als bei einer zugefallenen Tür.
- Mehrfachverriegelung. Sie verriegelt an mehreren Punkten und verändert das Vorgehen.
Bei Doppelfalztüren erzeuge ich vor dem Einführen der Werkzeuge einen größeren Türspalt. Holzzargen lassen dabei meist wenig Falzluft, Stahlzargen meist mehr.
Zugefallene Türen öffnen
Eine zugefallene Tür ist nur ins Schloss gefallen und nicht abgeschlossen. Dann hält allein die Falle die Tür, der Riegel ist nicht ausgefahren. Solche Türen öffne ich fast immer schadenfrei. Je nach Tür und Falzluft nehme ich dafür ein anderes Werkzeug.
Fallendraht
Eine zugefallene Wohnungstür ist der häufigste Notfall, mit dem Sie mich rufen. Ein Luftzug zieht die Tür hinter Ihnen ins Schloss, der Schlüssel steckt innen, und Sie stehen ausgesperrt davor. Dann ist der Fallendraht mein erstes Werkzeug. Mit dem dünnen Stahldraht erreiche ich von außen die Falle und drücke sie schadenfrei aus dem Schließblech, ganz ohne Bohren.
Bei einer normal zugefallenen Wohnungstür sind Sie so meist in wenigen Minuten wieder drin, zum Festpreis von 99 Euro. Für besondere Türen habe ich danach das passende Spezialwerkzeug.

Türöffnungskarte
Vom Öffnen einer Tür mit der EC-Karte hat fast jeder schon gehört. An einer zugefallenen Tür steckt dahinter ein echtes Werkzeug, die Türöffnungskarte, und die kann weit mehr als jede Bankkarte. Mit ihr gleite ich bis zur Falle und drücke sie zurück, während ich die Tür am Knauf entlaste, ohne Kratzer und ohne dass etwas zurückbleibt. Ich führe sie in zwei Stärken mit, 0,35 und 0,5 Millimeter, die dünnere passt eher zu Holzzargen, die stärkere eher zu Stahl- und Kunststoffzargen. Eine Bankkarte würde dabei nur knicken oder brechen, meine Karte ist genau dafür gebaut.
Die runde Scheibenkarte rollt mit ihrer Form auch dort an die Falle, wo eine gerade Karte nicht weiterkommt, und meistert sogar Doppelfalztüren.
Merke. Keine Karte öffnet eine abgeschlossene Tür, sie hilft nur, wenn die Tür wirklich nur zugefallen ist.

Türfallengleiter und Spachtelgleiter
Wo eine Karte zu weich wird und ein Draht zu dünn, kommen meine Gleiter zum Einsatz, ob als Türfallengleiter, Spachtelgleiter, Fallenspachtel oder Keilformgleiter. Es sind flache, feste Stahlklingen mit Griff, die genug Stabilität haben, um auch eine Falle zu erreichen, die tiefer im Falz sitzt. Ich nutze sie an zugefallenen Einfachfalztüren, wie sie in vielen Wohnungen verbaut sind.
Über ihre lange, sanfte Steigung schieben die Klingen die Falle kräftig und doch kontrolliert zurück, ohne die Tür zu beschädigen. Dabei führe ich fünf verschiedene Längen mit, denn je weiter die Falle hinten liegt, desto länger muss das Werkzeug reichen.

Spiralöffner
Manche modernen Doppelfalztüren haben abstehende Dichtungen, und genau daran scheitert ein gerader Öffnungsdraht. Er lässt sich gar nicht erst einführen. Dafür habe ich das Spiral-Öffner-Set. Vorne sitzt eine Spirale, die ich durch die Dichtung drehe, bis sie die Falle erreicht. Die Dichtung wird dabei durchstochen, das gehört zu dieser Technik.
Die Spiralen führe ich in mehreren Steigungen mit. Die größere Steigung braucht mehr als 4 Millimeter Falzluft und passt meist zu Stahlzargen, die kleinere kommt bei weniger als 4 Millimetern meist an Holzzargen zum Einsatz. Ganz ohne Spalt geht es also nicht, die Tür muss etwas Falzluft lassen. Dann aber öffne ich sogar die zugefallene Tür, an der ein gerader Draht nicht mehr durchkommt.

Türklinkenangel
Nicht jede zugefallene Tür lässt sich von der Seite über den Falz öffnen. Ist der seitliche Spalt zu eng, komme ich an die Falle nicht heran, und dann gehe ich einen ganz anderen Weg, unter der Tür hindurch. Die lange, biegsame Türklinkenangel schiebe ich durch den schmalen Spalt unter dem Türblatt bis zur Innenseite und fange damit die Türklinke ein. Über das Zugseil ziehe ich sie sanft herunter. Dafür braucht es unten an der Tür einen durchgängigen Spalt von etwa 2 bis 3 Millimetern. Fehlt er, erzeuge ich ihn mit dem Türschnellhebel oder dem Multiöffner.
Im Grunde betätige ich von außen genau die Klinke, die Sie von innen benutzen würden, die Falle gibt nach und die Tür öffnet sich, ganz ohne Schaden.
Türspiondrücker
Hat Ihre Wohnungstür einen Türspion, führt mein Weg genau dort hindurch. Den Spion nehme ich mit einer Spezialzange heraus und setze ihn nach der Öffnung wieder ein, sodass die Tür unbeschädigt bleibt. Durch diese Öffnung führe ich den Spionöffner ein, an dem ich vorher den Abstand bis zur Klinke eingestellt habe. Damit erreiche ich die Klinke auf der Innenseite und drücke sie nach unten, und die Tür geht auf. Fehlt der Spion, bohre ich an gleicher Stelle eine Öffnung, die ein neuer Türspion danach sauber verschließt. Dafür brauche ich Ihr schriftliches Einverständnis.

Beschlagheber
An einer zugefallenen Tür mit festem Beschlag ist der Beschlagheber mein Werkzeug. Er arbeitet weder im Falz noch an der Klinke, sondern an der Platte, auf der Ihr Türgriff sitzt, dem Beschlag. Ich setze ihn über den Knauf und hebe den Beschlag ein Stück an. Dahinter liegt der Vierkantstift, den sonst Ihr Türgriff dreht.
Mit dem passenden Nussmesser fasse ich diesen Stift und drehe ihn in Öffnungsrichtung, die Falle zieht sich zurück und die Tür ist auf. Das passende Nussmesser lese ich an der Anzeige des Beschlaghebers ab, das Nussmesser mit der roten Anzeige ist für Feuerschutztüren gedacht. Die Kanten des Werkzeugs sind gerundet, damit der Stahl nicht ausreißt, und die Auflageflächen sind gummiert. Im Notfall lässt sich damit auch ein Sicherheitsbeschlag vollständig abreißen, in dem Fall ersetze ich den Beschlag.

Paniktüröffner, Fallenzieher und Fluchttürkarte
Manche Türen gehen nach außen auf, etwa Paniktüren in Treppenhäusern und Betrieben. Bei ihnen sitzt die Falle um 180 Grad gedreht. Ein Fallendraht kann sie ebenfalls öffnen, doch der Paniktüröffner hat eine lange Steigung und öffnet auch Türen mit schwergängiger Falle. Dafür habe ich drei Spezialformen, die alle denselben Zweck erfüllen, den Paniktüröffner, den Fallenzieher und die Fluchttürkarte. Ihre Form ist auf die verdrehte Falle abgestimmt, sodass ich sie auch in dieser Lage sauber erreiche und zurückschiebe, bis die Tür aufschwingt.

Abgeschlossene Tür öffnen
Eine abgeschlossene Tür ist mit dem Schlüssel verriegelt und nicht nur zugefallen. Dann halten die Falle und der ausgefahrene Riegel die Tür. Den Riegel bekomme ich nicht immer zerstörungsfrei zurück, meist muss der Schließzylinder weichen. Bei einzelnen Sonderschlössern reicht der Zylinder nicht, dann muss auch der Beschlag oder eine kleine Stelle am Türblatt mit, das bespreche ich vorher mit Ihnen.
Knackrohr
Lässt sich Ihre abgeschlossene Tür nicht zerstörungsfrei öffnen, dann ist der Schließzylinder das Hindernis, der Teil, in den Ihr Schlüssel greift. Das Knackrohr setze ich ein, wenn ein Doppelzylinder einige Millimeter aus dem Beschlag heraussteht. Er hat in der Mitte eine bauartbedingte Schwachstelle, an der ich ihn mit waagrechten Bewegungen auseinanderbreche und aus dem Beschlag löse. Bei einem Halbzylinder oder einem Zylinder ohne Überstand geht das nicht, und bei Zylindern der VdS-Klasse B oder Beschlägen mit Kernziehschutz führt das Knacken nicht mehr zum Ziel. Dann fräse ich.
Ist der Zylinder heraus, öffne ich das Schloss mit einem Bauschlüssel, und ich setze Ihnen einen neuen Zylinder ein. Das Öffnen bleibt beim Festpreis von 99 Euro, den neuen Zylinder bespreche ich vorher mit Ihnen, ohne böse Überraschung auf der Rechnung. Ersetzt wird nur der Zylinder, und Sie schließen danach wieder sicher ab.

Ziehglocke
Nicht jeden Zylinder knacke ich, manchen ziehe ich im Ganzen heraus. Dafür drehe ich Zugschrauben in den Zylinder oder in den Zylinderkern und ziehe ihn mit der Ziehglocke aus dem Beschlag. Bei Türen mit Mehrfachverriegelung ziehe ich lieber nur den Kern. Ist der Kern heraus, öffne ich das Schloss mit einem Schraubendreher, nach dem Ziehen des ganzen Zylinders mit einem Bauschlüssel. Meist bleibt dabei alles bis auf den Zylinder unversehrt, und ich ersetze nur ihn.
Eine Spur am Beschlag schließe ich bei dieser kräftigen Technik nicht aus, darum verspreche ich Ihnen nichts, was ich nicht sicher halten kann. Zugschrauben können brechen, und ein Beschlag mit Kernziehschutz verhindert das Ziehen, dann fräse ich.

Fräsen
Bei einer abgeschlossenen Tür fräse ich den Zylinder, wann immer es geht. Das ist heute die zuverlässigste Öffnung, und sie gelingt auch dort, wo ältere Methoden aufgeben. Moderne Sicherheitszylinder der VdS-Klasse B und Beschläge mit Kernziehschutz verhindern das Ziehen und Brechen. Bei mehrfachverriegelten Türen kann das Brechen und Ziehen zusätzlich die empfindliche Mechanik beschädigen. Beim Fräsen gehe ich diesen Umweg nicht, ich fräse im Schließkanal die Zuhaltungsstifte aus, bis sich der Zylinderkern drehen lässt, und öffne dann die Tür.
Ich fräse allein am Zylinder, nicht an Ihrer Tür. Den Zylinder ersetze ich danach durch einen neuen, und Sie schließen wieder sicher ab.

Schlosskastenbohrung
Nicht bei jeder Tür führt der Weg über den Zylinder. Bei manchen Schlössern öffne ich über den Schlosskasten. Hinter dem abgenommenen Beschlag setze ich eine kleine Öffnung und löse die Sperre im Schloss direkt, bis der Riegel zurückgeht. Das ist mein Weg bei Schlössern, an denen die anderen Methoden scheitern.
Und bei einem Transponderzylinder umgehe ich den teuren Zylinder, statt ihn zu zerstören, er bleibt heil und Sie sparen sich die Kosten für einen neuen. Die Öffnung ist klein und sitzt dort, wo der Beschlag sie danach wieder verdeckt. Ihre Tür bleibt nutzbar.
Zerstörungsfrei öffnen
Bevor an Ihrer Tür etwas weichen muss, versuche ich immer zuerst die schonende Öffnung. Gelingt sie, bleibt Ihr Schloss völlig unversehrt und nichts muss ersetzt werden. Welcher Weg das ist, hängt vom Schloss ab. Ein altes Buntbartschloss öffne ich mit einem Dietrich oder einem Sperrhaken, ganz ohne Spur.
Chubb-Schlösser und Besatzungsschlösser bekomme ich mit dem passenden Sperrhaken auf, und bei Stiftzylindern bringt das Elektropicking die Stifte in Schwingung, bis sich der Kern drehen lässt. Klappt das, ist es die sauberste Lösung überhaupt, ganz ohne Bohren und ohne neuen Zylinder. Diese Methoden kann ich aber nur anwenden, wenn das Schloss sie zulässt, und das tut nicht jedes moderne Sicherheitsschloss.

Schlagtechnik mit dem Schlagschlüssel
An vielen einfachen Stiftzylindern kann ich die Schlagtechnik nutzen, auch Bumping genannt. Sie kommt ganz ohne Bohren aus. Ich setze einen passenden Schlagschlüssel ein und gebe ihm einen kurzen, gezielten Schlag. Der Schlag versetzt die Stifte im Zylinder für einen Augenblick in Bewegung, und genau in diesem Moment lässt sich der Kern drehen und die Tür öffnen. Der Schließzylinder bleibt dabei völlig unbeschädigt.
Bei einer Schließanlage geht die Schlagtechnik nur, wenn ein Schlüssel der Anlage als Ausgangsschlüssel vorhanden ist, vorgefertigte Schlagschlüssel passen dort nicht.

Defekte Tür öffnen
Bei einem defekten Schloss liegt das Problem am Schloss selbst. Die Falle oder der Riegel ist gebrochen, der Schlüssel dreht ohne Widerstand oder die Klinke greift ins Leere. Dann öffne ich gezielt am defekten Bauteil und setze danach ein neues Schloss ein.
Fallenbruch und Riegelbruch
Wenn im Schloss die Falle oder der Riegel bricht, bleibt die Tür zu, obwohl Sie alles richtig machen. Der Schlüssel dreht ohne Widerstand, oder die Klinke greift ins Leere. Deshalb prüfe ich zuerst mit einem Fallendraht, welches der beiden Teile den Schaden hat. Eine gebrochene Falle sichere ich, damit sie nicht ins Schließblech fällt.
Dann nehme ich Türgriff und Beschlag ab, öffne den Schlosskasten an einer kleinen Stelle und ziehe mit feinen Edelstahlhaken das defekte Teil zurück, bis die Tür frei wird. Ihre Tür wird nur unterhalb des Beschlags bearbeitet, sodass dieser die Arbeitsspuren später komplett verdeckt. Der Rahmen bleibt heil.
Das kaputte Schloss wird ohnehin erneuert, also setze ich Ihnen danach ein neues ein, mit dem Sie wieder sicher schließen.

Multiöffner
Bei einer gebrochenen Falle oder einem gebrochenen Riegel ist der Multiöffner die einfachste Methode. Er erzeugt Falzluft, indem er die Tür vom Türstock abspreizt. Besonders bei verformbaren Kunststofftüren kann er dadurch die Falle oder einen eintourigen Riegel aus dem Schließblech hebeln, und die Tür öffnet sich. Mit ihm lässt sich eine Tür auch so weit anheben, dass die Türklinkenangel durch den Spalt passt.
Türbänder durchtrennen
Manchmal ist die Falle oder der Riegel so zerstört, dass ich über das Schloss nicht mehr hineinkomme. Dann gebe ich nicht auf, sondern öffne die Tür von der anderen Seite, über die Türbänder, also die Scharniere, an denen sie hängt. Mit einer Trennscheibe am Geradschleifer oder am Winkelschleifer trenne ich die Bänder, danach lässt sich die Tür auf dieser Seite öffnen.
Hinweis. Diesen Weg gehe ich nur, wenn eine Öffnung über das Schloss nicht mehr möglich ist. Anders als bei den übrigen Methoden bleibt hier nicht alles unberührt. Die Scharniere weichen und werden danach erneuert, die Tür selbst bleibt erhalten.
Das Öffnen bleibt mein Festpreis, die neuen Bänder und das neue Schloss bespreche ich vorher mit Ihnen.
Über das Fenster öffnen
Wenn an der Tür wirklich nichts mehr geht, hole ich Sie oft über ein Fenster wieder herein, ganz ohne etwas zu zerstören. Das gelingt, weil viele Fenster nur gekippt sind oder ihr Griff nicht ganz senkrecht steht. Bei einem gekippten Fenster führe ich ein Zugband durch den oberen Spalt bis zum Fenstergriff. Damit ziehe ich das Fenster zu und lege den Griff um.
Ist das Fenster geschlossen und der Griff sitzt nur leicht schräg, bringe ich ihn mit ein paar gezielten Schlägen eines gedämpften Hammers in die Waagrechte, bis das Fenster aufschwingt. Scheibe, Griff und Rahmen bleiben dabei unversehrt.

Zapfenzieher
Auch ein ganz geschlossenes Fenster ist für mich kein Schlusspunkt, wenn es aus Kunststoff ist. Dann nehme ich den Zapfenzieher, ein schlankes Werkzeug, das ich von außen in den Falz zwischen Flügel und Rahmen führe. Dort sitzen die Rollzapfen, die das Fenster verriegeln. Den passenden fange ich damit ein, ziehe über die Öse ein Flachband nach unten, und der Griff wandert in die waagrechte, offene Stellung.
Scheibe, Griff und Rahmen bleiben unberührt. Bei Holzfenstern geht das nicht, weil sie immer einen Doppelfalz haben, und eine Flügelmitteldichtung lässt sich nicht durchstechen. Ein abschließbarer Fenstergriff hält dagegen, und das ist gut für Ihre Sicherheit. In diesen Fällen gehe ich den nächsten Weg.

Glassägetechnik mit Olivenknackrohr
Hilft auch das nicht, etwa weil der Fenstergriff abschließbar ist, bleibt mir der Weg über die Scheibe, und den gehe ich erst, wenn die schonenden Methoden alle ausgereizt sind. Mit einer Diamant-Glassäge säge ich unter Wasserkühlung ein Loch in die Scheibe und erreiche dadurch den Fenstergriff. Lässt sich der Griff frei drehen, lege ich ihn in die Öffnungsstellung.
Ist er abgeschlossen, kommt das Olivenknackrohr zum Einsatz. Dafür säge ich ein zweites Loch, fasse damit die Olive und löse sie mit kräftigem Zug, bis das Fenster aufgeht. Bei Fenstergriffen mit VdS-Prüfung funktioniert das nicht. Den Fenstergriff ersetze ich danach und verschließe die Löcher mit einem Schraubstopfen oder einer Abdeckung.
Der Festpreis gilt für jedes Werkzeug gleich
Welches der 20 Werkzeuge am Ende zum Einsatz kommt, entscheide ich erst vor Ort, an Ihrer konkreten Tür. Am Festpreis von 99 Euro ändert das nichts, egal wie lange die Öffnung dauert oder wie viele Anläufe sie braucht. Stehen Sie gerade selbst vor einer zugefallenen, abgeschlossenen oder defekten Tür, rufen Sie mich an unter 0151 47249421.
Alle Einzelheiten zum Ablauf und zum Festpreis stehen auf der Seite zum Schlüsselnotdienst. Was eine Türöffnung in Stuttgart sonst kostet, zeigt der Artikel Was ein Schlüsseldienst in Stuttgart kostet. Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen, steht im Artikel Seriösen Schlüsseldienst erkennen in Stuttgart.
Häufige Fragen zum Werkzeug der Türöffnung
Welches Werkzeug brauche ich, wenn eine Tür ins Schloss gefallen ist?
Das hängt von Falz, Dichtung und Türblatt ab. Bei einer zugefallenen Tür kommen je nach Tür Fallendraht, Türöffnungskarte, Türfallengleiter oder Spiralöffner infrage. Ich prüfe vor Ort zuerst, ob die Tür einen Einfach- oder Doppelfalz hat, ob sie abgeschlossen ist und ob eine Mehrfachverriegelung verbaut ist, und wähle dann das Werkzeug. Rufen Sie mich an, bevor Sie selbst an der Tür arbeiten.
Kann ein Schlüsseldienst eine abgeschlossene Tür öffnen?
Ja. Bei einer abgeschlossenen Tür öffne ich meist über den Schließzylinder, an manchen Schlössern auch schonend ohne Spur, etwa bei einem alten Buntbartschloss oder einem einfachen Stiftzylinder. Die Tür selbst bleibt heil, und ich ersetze bei Bedarf nur den Zylinder. Die Öffnung kostet 99 Euro Festpreis, den neuen Zylinder bespreche ich vorher mit Ihnen.
Wie öffnet ein Schlüsseldienst eine zugefallene Tür?
Bei einer zugefallenen Tür hält nur die Falle. Mit passendem Spezialwerkzeug, zum Beispiel Fallendraht, Türöffnungskarte oder Spiralöffner, schiebe ich sie zurück, und die Tür bleibt in aller Regel unbeschädigt. Welches Werkzeug passt, hängt von Falz, Dichtung und Türblatt ab und entscheidet sich vor Ort. Alles zum Ablauf steht auf der Seite Schlüsselnotdienst.
Was ist ein Schlagschlüssel?
Ein Schlagschlüssel ist ein passend geschnittener Schlüssel, mit dem ich einen einfachen Stiftzylinder durch einen kurzen, gezielten Schlag öffne, ohne zu bohren. Bei einer Schließanlage geht das nur, wenn ein Schlüssel der Anlage als Ausgangsschlüssel vorhanden ist. Mehr dazu steht oben im Abschnitt zur Schlagtechnik.
Geht bei der Türöffnung etwas kaputt?
Zugefallene Türen öffne ich fast immer schadenfrei. Bei abgeschlossenen Türen weicht meist der Schließzylinder, den ich danach ersetze, die Tür bleibt heil. Nur beim Trennen der Türbänder bleibt nicht alles unberührt, das ist mein letzter Weg, und die Bänder werden danach erneuert.
Was kostet die Türöffnung, und hängt der Preis vom Werkzeug ab?
Der Festpreis von 99 Euro gilt für jede Türöffnung, unabhängig vom Werkzeug, von der Dauer und von der Uhrzeit. Neue Teile wie ein Zylinder oder Türbänder bespreche ich vorher mit Ihnen. Was eine Öffnung in Stuttgart sonst kostet, steht im Artikel Was ein Schlüsseldienst in Stuttgart kostet.